Ein Wort zum Abschied

12. Oktober 2006

Hallo…

ich wollte gern auch noch ein paar Worte zum Schluss los werden, da einige unserer Freunde sich schon beschweren, dass sie von mir nichts hoeren und kaum Fotos sehen.

Ich bin die Nadine, manche Leute kennen mich auch als Speed. :-) Leider habe ich keine Ausbildung zur Heilpaedagogin, deshalb kann ich mich auch nicht so gewandt ueber die Therapie von Ben ausdruecken wie Micha oder Nina. Aber ich versuche es mal in meine Worte zu fassen welche Fortschritte ich bei Ben gesehen habe.

Ich habe die Therapie vom ersten bis zum letzten Tag mit verfolgt und mir ist ganz stark aufgefallen, dass Ben von Tag zu Tag besser sein Kopf gehalten hat! Er ist nicht mehr so oft wie am Anfang entweder ganz nach hinten oder ganz nach vorne gefallen, sondern in der Mitte geblieben und das sogar fuer laengere Zeit. Ben hat es sogar in der letzten Therapiewoche geschafft, wenn er mit Tina und Duke und einem kleinen Surfbrett, das man mit den Armen nach vorn gestreckt weghaelt, eine ganze Runde zudrehen mit aufrecht gehaltenen Kopf. Ich fand es auch sehr bemerkenswert das Ben immer mehr gelacht hat und Laute von sich gegeben hat, wenn Tina mit ihm gesprochen hat oder ihm gesagt hat, was sie von ihm moechte, z. B. „moechtest Du das Duke uns ein Kuesschen gibt“, oder „moechtest Du das Amy ins Wasser kommt“ usw.

Was ich natuerlich am aller schoensten finde ist, dass man Ben jetzt zu jederzeit das Lied von den Delfinen vorsingen kann und von Ben IMMER sofort ein Laecheln kommt! Egal zu welcher Uhrzeit und ob er gerade knascht, es kommt sofort ein Lachen von ihm !!!

So, dass sind die Dinge, die mir besonders aufgefallen sind. Vielleicht ein bisschen wenig oder ich habe einfach nicht so das Auge dafuer. ;-)

Dann moechte ich gerne noch was zu unseren Urlaub sagen…

Er war richtig schoen. Ich hatte 3 richtig schoene Wochen hier mit ALLEN !!! Mir hat es sehr viel Spass gemacht, Niki morgens erstmal mit 5 Tassen Kaffee zu versorgen, damit sie wach wird; Bernd erstmal ein paar Eier zu kochen, am liebsten mittelhart, aber er hat sich zwischen durch auch mit einem Omlett zufrieden gegeben. Besonders Spass hat es gemacht mittags im Pool einen Arschbomben Contest mit ihm zu veranstallten :-) )) ; Nina von der Couch zuschmeissen. Micha einen Tee zu kochen und Ben direkt sein Lied vorzusingen. :-)

Ich DANKE euch allen und hoffe Ihr habt noch eine schoene letzte Woche.

Ben einen dicken Kuss und denk daran… ueber Wasser unter Wasser schwimmt ein kleiner Delfin…..

Bis dann sagt Nadine


Nite Dive oder Night Dive?

12. Oktober 2006

das ist hier nicht wirklich die Frage. Das eine ist die für Amerika typische Abkürzung.

Aber was ich eigentlich damit sagen wollte: Wir haben einen Night Dive unternommen.

Um 18:30 Uhr ging es los, aber diesmal mit Ocean Divers anstatt wie immer mit Silent World . Unser Ziel hieß am gestrigen Mittwoch Abend Molasses Reef. Wir freuten uns auf einen etwa einstündigen Tauchgang mit unserer Tauchlehrerin Kim, jedoch wurde aus diesem 1-stündigen Aufenthalt unter Wasser nichts, weil Ocean Divers mit Stahlflaschen taucht. Diese darf man nicht mit mehr als 2500 psi oder etwa 170 bar befüllen. Naja, egal aber auch die kommenden 45 Min hatten es in sich.

Kim meinte zu uns wir sollten auf Kraken acht geben, weilsie selber auch noch keine gesehen hat. Um es vorweg zu nehmen, auch diesmal bekam Kim keinen Octopussy zu sehen.

Als es noch hell war, stiegen wir ins Wasser. Keine 10 Min später war es so, als ob einer das Licht draussen ausgemacht hat.  Stockfinster und etwas unheimlich bis man sich daran gewöhnt hatte. Die Unterwasserwelt ist nachts wie ausgewechselt. Fische die tagsüber fröhlich umherschwimmten, schliefen jetzt zwischen Felsvorsprüngen und Tiere die du tagsüber nicht, oder nur sehr schwer zu gesicht bekommst waren plötzlich ohne große Problem zu finden.

Nach einigen Minuten die erste große Entdeckung. Eine grüne Moräne. Boah ist die groß, war mein erster Gedanke, wie eine Anaconda. Unglaublich, solch eine risen Kopf.

Nach dem ersten Schock ging es weiter an vielen Hummern vorbei, man, was knurrte mir der Magen  :-) . Dann der nächste Aufreger: Ich leuchtete so mit meiner Lampe durch das Dunkel und erschrak was ich dort sah. Einriesen großer Nassau Zackenbarsch. Selbst Kim hatte ein so großes Tier dieser Gattung noch nie vorher gesehen. Später schätzte sie das Tier auf ca. 400 pound.

Nach ca. 45 Min begann ich mit dem Aufstieg, der aber abprubt auf der Hälfte enden sollte. Sah ich doch in meinen Augenwinkel irgendetwas helles, grosse langsam an mir vorbei schwimen. Geil, dachte ich nur noch. Sowaserlebst du nur einmal. Nein, es war kein Hai. Es waren 2 riesengroße Schildkröten. Sie drehten mehrer Kreise um unsere kleine Gruppe. Mehrfach kamensie uns so nah, dass man sie hätte berühren können…..unglaublich, einfach unbeschreibbar. So groß und doch so graziel durchs Wasse schwebend……

So, jetzt aber schnell an die Wasseroberfläche. Aber was war das? Alles schimmerte so silbrig glänzend? NEIN! Ach du ******, sollst du die lAmpe jetzt weiter benutzen und diese, ich weiß nicht wieviele 100 Baracudas anscheinen um den Weg nach oben zu finden? Unglaublich. Die ganze Oberfläche war voller großer Baracudas. Nunja, nützt ja nichts. Aufgetaucht und ab aufs Boot.

Wir sofort auf das oberste Deck und als wir dann hinunter sahen verschlug alle, aber auch wirklcih allen, die Sprache. Das ganze Boot stand mitten in einem Schwarm riesiger Baracudas. Links, rechts, vorne. hinten, überallchimmertes es kurz unter der Wasseroberfläche….selbst die Scheinwerfer konnten das ganze Spektakel ausleuchten.

Nach soveil Aufregung ging es dann wieder ab aufs Festkand. Dort noch schnell im Sharkeys 2 Bierchen getrunken und dann ab nach Hause.

Gruß

Bernd


Kurzes Fazit und eine therapeutische Betrachtung

12. Oktober 2006

Ein dickes Dankeschoen geht an Micha. Sie hat sich die Arbeit gemacht und die Therapie kurz und verstaendlich aus therapeutische Sicht zusammengefasst.

Waehrend der Therapie von Ben zeigen sich positive Veraenderungen in seinem Verhalten und seinen Reaktionen. Es gibt staendige Veraenderungen der Wassertemperatur, der Sonneneinstrahlung und des mehr oder weniger vorhandenden Windes. Mit diesen aeusseren Faktoren wird bei der Dolphin Human Therpie in Florida gearbeitet, einem multisensorischem Ansatz, der sehr motivierend sein kann.
Aufgrund, dass Ben eine Fruehgeburt war, und er in seinem kurzen Leben schon zwei Hirnblutungen (rechte und linke Gehirnhemisphaere), viele Operationen und Infektionen ueberstanden hat, kommt es bei Ben zu sensorischen Stoerungen. Diese Defizite sollen waehrend der Therpie verringert werden und die vorhandenden Faehigkeiten positiv gestaerkt und gefestigt werden. Wichtig hierbei ist, dass Ben Spass hat und es ihm gut ergeht, denn jede Einheit bedeutet eine Menge Anstrengung fuer ihn.
Sensorische Stoerungen sind das Ergebnis mangelhafter oder fehlender Kommunikation zwischen Gehirn und Koerper. Dies hat Auswirkungen auf viele Bereiche, z. B. Motorik, Wahrnehmung und der Reizverarbeitung.
Bei Ben wird besonders auf dem Bereich der auditiven Wahrnehmung, sowie auf allen anderen Wahrnehmungsbereichen, z. B. des orale, taktile und vestibulaere Bereich gearbeitet. Zu Beginn einer Session werden mundmotorische Uebungen durchgefuehrt, sowie die Anregung von Kau- und Schluckbewegungen mit einem Kaustab.
Im Wasser werden gezielte Bewegungen der Huefte durchgefuehrt, die auch fuer die vestibulaere Wahrnehmung sehr gut ist. Bei seinen ganzen Uebungen zeigt er sich freudig ohne aengstlich zu wirken.
Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, die Kopfhaltung zu verbessern. Hierbei wird mit der klassischen Konditionierung gearbeitet. Ben wird aufgefordert seinen Kopf zu heben, wenn er einen Kuss von Duke/Kimbit haben moechte, aber auch wenn er schwimmen oder den Delfin streicheln moechte. Kommt es zu einer Reaktion auf diesen Reiz, so erfolgt eine Belohnung durch die sinnliche Erfahrung der Delfine… Ben hebt oftmals den Kopf, um eine Belohnung zu bekommen ;-) , meistens unterlegt mit einem breiten Grinsen.
Ben ist nicht von seinen Delfinen wegzuhalten, trotz Wind, Wasser oder Sonneneinstrahlung. Es ist alles vergessen, sobald Duke/Kimbit zu ihm kommen und mit ihm spielen moechten.
Bei guter Laune ist Ben voller Aufregung, er faengt lauthals in verschiedenen Toenen an zu lautieren. Er zeigt uns ganz deutlich in welcher Gemuetsverfassung er sich gerade befindet, ein Beispiel: Ist Ben muede, so geht er oftmals in die Ganzkoerperstreckung oder es kommt zu einer Moro-Reaktion, wovon der Grund nicht erkennbar ist. Bei Freude geht er abwechselnd in Streckung und Entspannung. Tina, die Therapeutin sagt immer zu ihm, dass er bei der naechsten WM in Suedafrika Michael Ballack abloesen wird, so sehr ist er am „kicken“.
Nach den Therpieeinheiten ist zu erkennen, wie Ben das erlebte verarbeitet. Es kommt oft zu positiven Reaktionen, wie lachen, froehliches quietschen, lautieren, sowie erhoehter Bewegungsdrang.
Ben geht es mit seinen Delfinen, den Therapeuten, den Praktikanten und allen anderen sehr gut. Er hat viel Spass und genau das zeigt Ben in seinem Verhalten.
Ein DANKE von Ben fuer Mama und Papa

Lieben Gruss

Micha


Bilderchen

9. Oktober 2006

Fotos vom Wochenende und von der heutigen (Montag) Therapie sind online.

Viel Spass

Bernd


Die beste Therapiestunde bisher

9. Oktober 2006

Heute möchte ich (Nina) mal kurz von der Therpieeinheit am heutigen Montag informieren.

Ben hatte heute seine elfte Therapiestunde. Der Morgen fing fuer Ben sehr schoen an. Er schlief so fest das er geweckt werden musste. Nach einer kleinen Aufwachphase und gutem Fruehstueck ging es mit Michaela und mir los zur Therapiestunde. Bernd, Niki und Nadine hatten heute morgen einen Tauchgang.

Dort angekommen, stellte sich schon frueh heraus, dass Ben ausserordentlich gute Laune hatte. Er lachte ohne Unterbrechung schon beim Singkreis. Heute waren sehr viele Kinder da, alle Plattformen waren besetzt. Vielleicht freute sich Ben so sehr, weil er heute seine Therapiestunde wieder bei Duke hatte, wie in der ersten Woche. Nach einer kurzen Eingewoehnung an das Wasser, ging es auch schon rein zu Duke. Auch Duke schien sichtlich erfreut ueber Ben zu sein, denn er begruesste ihn erst mal mit einem kleinen Flossenschlag. Ben war sehr aufgeweckt und laechelte nur. Auch kommunizierte er sehr viel mit Tina. Am meisten jedoch, so koennte man meinen, kommuniziert er mit Duke, weil er sich sehr oft in seine Richtung drehte. Die zwei sind halt ein eingespieltes Team :-) . Duke wollte heute am liebsten die ganze Zeit mit Ben spielen. Er kam zu Melissa und wartete auf ihr Zeichen, jedoch dauerte ihm dies zu lange :-) . Duke holte sich selbstaendig den grossen Reifen ins Wasser um mit Ben zu spielen. Ben laechelte natuerlich und gab sehr froehliche Laute von sich. Nach einer kleinen Runde durchs Wasser mit Duke und Tina, spielten Duke und Ben mit dem Ball. Ben hielt auf Aufforderung sowie auch selbstaendig sehr oft den Kopf hoch. Es kam auch allen so vor, als wuerde Ben die Fragen verstehen und antwortete immer stets auf seine Weise. “ Soll Amy mit ins Wasser? “ Bens Antwort nach sofortigem Kopf heben, war ein breites Grinsen mit sehr froehlichen Lauten. Als Ben Duke den Ball geben sollte, spritzte Ben Duke nass. Dafuer musste dann Michaela ans Wasser kommen und Duke durfte sich an Michaela raechen, indem er sie nass spritzte :-) Dies erfreute Ben natuerlich. Danach durfte Ben Duke kuessen, wobei er herzhaft lachte und sich richtig wohlfuehlte. Zum Ende hin gab es wieder ein Abschlussspringen. Alles in allem, war diese Therapiestunde eine gelungene Stunde. Tina und auch die anderen waren der Meinung, das dies die beste Stunde insgesamt gewesen ist. Ben freut sich darauf Mama und Papa berichten zu duerfen, wie schoen er mitgearbeitet hat. Wir hoffen natuerlich das es den Rest der letzten Therapiewoche genauso gut klappt.

Bis Bald Nina

P.S. Photos werden schnellstens nachgreicht.


Freitag, Samstag und Sonntag

9. Oktober 2006

Die Überschrift sagt schon alles. Wochenende! Ein (v) tolles Programm lag vor uns. Der Freitag begann schon sehr sehr früh. Zumindestens für Ben und seine Eltern  :-( Fast alle 2 Stunden wurde Ben in der Nacht zu Freitag wach und musste irgendwie um- und versorgt werden. Als es dann aber Richtung Therapie ging, war er kaum wach zubekommen. Super, das soll ja eine Session geben. Aber wieder einmal sollte wir uns in Ben getäuscht haben. Es war eine sehr gute Therapiestunde. Wie sagt man im Sport: Er knüpfte nahtlos an seine Leistung in den vergangenen Wochen, hier eher Tage, an.

Den Freitag haben wir relativ gemütlich ausklingen lassen. Erst nach der Therapie am Pool relaxt um dann nachmittags die Begründerin von Dolphin Aid kennen zu lernen. Ich schreibe jetzt mal nichts dazu.

Am Samstag bin ich dann mit Nadine, sie macht hier den OWD, tauchen gegangen. Es war mal wieder herrlich. Diesmal haben wir 2 richtig große Nassau-Zackenbarsche, eine Krebs und einen Hummer gesehen. Die ganzen anderen Fische, unter anderem auch wieder Baracudas, erwähne ich hier nicht. Auch der Samstag wurde relativ gelassen beendet, nämlich mit einem Besuch im Snooks. Die ist das Restaurant der Freundin unseres Vermieters. :-) Dort gibt es preisgekrönte Fischgerichte.

Der Sonntag stand im Zeichen von Sightseeing in Miami: Art Deco District, Miami Beach und Ocean Drive. Hört sich einfach an, ist es aber so ganz und gar nicht. Ganz Miami, zumindestnes das was wir davongesehen haben, ist eine Baustelle. Wir hatten das Gefühl als ob die Stadt neu struckturiert wird. Neue Hochhäuser, Renovierung der Strassen und Brücken, einfach alles schien irgendwie zur Baustelle geworden sein. Und so dauertes es gefühlte 4 Std und mehrmals im Kreis fahren bis wir endlich den Art District gefunden hatten. Achja, vorher waren wir noch auf Key Biscayne, aber eher zufällig, weil mein Navigationsgerät Nikola die falsche Anweisung gegeben hat  :-)

Nunja, was soll man zu diesen „Sehenswürdigkeiten“ sagen. Der Art Deco District, wir haben nicht alles gesehen weil wir per Fuss unterwegs waren, ist eine ganz nette Ansammlung von alten, sehr schön renovierten Häusern. Teils sind dort Clubs angesiedelt, teils auch Hotels und Restaurants. Mein (Bernd´s) Fazit: Ich bleibe ein Landei. Mir war das dort alles ein wenig zu hektisch und zu laut. Aus jeder Ecke schallte Musik und die Prolls, ok, einige schöne Autos  und Motorräder waren dabei, taten ihr übriges: Laute R´n´B Musik, oder war es Rap? Keine Ahnung, nicht mein Ding.

Dre Ocean Drive ist die Flaniermeile und grenzt unmittelbar an den Deco District an. (Das war die Strasse mit den vielen Prolls)

Und Miami Beach? Nunja, zumindestens der Sand ist in Renesse feiner. Aber das Wasser hatte schon was: warm, türkisblau und sehr ruhig. Die Sonne schien und eine feine Briese umschweifte unsere, von der Sonne gebräunte oder gerötete Haut…ohhh, ich schweife ab.

Alles in allem macht der Flair der Metroploe Miami dies alles zu einem MUSS! Wer mal dort ist, darf gar nicht wieder abreisen ohne es mal gesehen zu haben. Nehmt euch aber viel zeit mit, denn die Baustellen werden bestimm nicht so schnell verschwinden.

Grüsse aus dem ländlichen Key Largo

Bernd

P.S. Fotos kommen noch.


Jetzt sind wir vollständig und der 4. Tag in der 2. Woche

5. Oktober 2006

Die 2.Woche ist schon bald vorbei und ich habe noch nichts zu Ben´s Therapie geschrieben.

Das werde ich hiermit nachholen. Die Tage sind unterschiedlich verlaufen. Wir haben die Therapiezeit von 13:30 Uhr auf 09:30 Uhr ändern lassen. Das ist an sich nicht das Problem. Eher die Temperatur des Wassers, würde ich sagen. Aber beides zusammen ist für Benchen schon ein kleines Hindernis.

Es ist seit dem letzten Wochenende sehr windig und es regnet auch schon des öfteren. Beides hat die Temperatur des Wassers von ca. 29° C auf gefühlte 24 – 25 ° sinken lassen. Dies ist sehr unangenehm für Ben. Daher lief es am Montag und am Mittwoch nicht sehr gut und er hat mehr gejammert als gearbeitet. Vielleicht hat er sich aber auch nur über die miesen Arbeitsbedingungen beschwert. Dienstag war ok, aber nicht berauschend.

Heute, also Donnerstag den 5.10., war super. Ben war eigentlich so wie immer am Morgen:gut gelaunt, relativ gut gegessen und mal wieder richtig ausgeschlafen. Die Therapiesession an sich war einfach nur spitze. Wir alle sind der Meinung das er nicht mehr nur zufällig den Kopf hebt, sondern mitlerweile versteht was man von ihm möchte: „Ben, möchtest Du mit dem Delfin schwimmen, dann halte Deinen Kopf hoch“ So und so ähnlich lauten di einige Aufgaben die Ben meistern muss. Ben hebt den Kopf unterlegt mit einem Lächeln :-)

Küsschen geben, Flossen schütteln und Kimbit streicheln, das sind nur 3 der Belohnungen die Ben tagtäglich für seine hervorragende Arbeit bekommt. Heute hat er dabei lautiert als ob er jedem sagen möchte: „Schaut her was ich alles kann. Nichts einfacheres als das“ Aber leider ist die Therapie nach 45 Min. zu ende. Naja, morgen ist ja auch noch ein Tag.
En bischen Stolz sind wir dann doch schon, wenn Ben alle, Praktikantinnen und Therapeuten, für sich einnehmen kann. Ein Beispiel: Gestern wurde von DHT ein „freundliches Beisammen sein“ organisiert Als wir dort ankamen, wurde uns Ben zwar nicht aus den Armen gerissen :-) , aber es war schön anzusehen, wie sich alle um ihn kümmern wollten. Wir hatten dann ca. 45 Min keinen Sohn mehr. Ein weiteres erfreuliches Ereignis an diesem Abend war, als Ben in die Arme eines an den Rollstuhl gefesselten Mädchen gelegt wurde. Das Mädchen, genauen Krankenstand kenn ich nicht, aber man sagte uns so etwas wie ein Wachkomapatient, lächelte über beide Ohren und hatte so viel Spass. Einfach nur schön.

So, jetzt hätte ich beinahe noch die Hälfte der Überschrift vergessen. Herzlich Willkommen, Nina. Sie ist am gestrigen Mittwoch gelandet und bereichert uns durch ihre Anwesenheit bis zum Schluß.

Das war es jetzt aber. Bis zum nächsten Eintrag


Neues Layout und Wochenende

2. Oktober 2006

Nicht wirklich übersichtlich fande ich das „alte“ Tagebuch, daher habe ich mich für eine andere Ausgabe entschieden. Einige Änderungen sind der Übersichtlichkeit zugute gekommen. Man sieht jetzt direkt ob neue Photos online sind und wer zu welchem Eintrag einen Kommentar abgegeben hat.

Eine Anmerkung sei mir noch gestattet: Eigentlich sind das ja nich unsere Farben, aber dem Thema Delfintherapie kann man ja kein schwatzgelb unterlegen   :-)

So, jetzt aber zum Wesentlichen:

Wochenende heißt ja bei uns immer TAUCHEN! Yiepie. Endlich mal wieder die Unterwasserwelt erkunden.

Am Samstag habe wir 2 Tauchgänge absolviert. Micha und Nadine haben zu dieser Zeit auf Ben aufgepasst.

Ich persönlich war ein wenig aufgeregt, da ich seit 2 Jahren nicht mehr getaucht habe. Normalerweise sollte man diesen Sport regelmässig ausüben. Naja, nach anfänglichen Schwirigkeiten hat es dann doch geklappt.

Der 1. TG ging ans Elbowreef. Sehr schön, sehr bunt, viele Fische.

Der 2. TG wurde am South South Ledge absoviert. Dieses Riff ist wie die Finger an einer Hand gewachsen. Jeder Finger ist ein Stück vom Riff, dieZwischenräume zwischen 2 Finger sind Sandbänke gewesen. Auf einem Riff lag nochein Wrack, welches wir aber nicht betaucht haben. Aber der schönste Augenblick war, als ein Ammenhai an uns vorbei geschwommen ist.

Am Sonntag sind wir dann in die Everglades gefahren. Ein wahnsinniges großes Stück Natur. Wenn man die Hauptstrasse durch die Everglades befährt ist es recht langweilig. Wir haben 2 Adler gesehen und eine Schlange. Interessant wird es aber wenn man die Everglades per pedes erkundet. Es gibt 5 verschiedene Wege. Kein Weg gleicht dem anderen.

Auf dem einen Weg kann man Alligatoren und andere Tiere sehen. Auf dem anderen kann man verschiedenen Baumarten, wie z.B. die letzten Mahagoni Bäume der USA, erleben.

Wir haben sowohl vom Tauchen als auch von den Everglades einige Photos gemacht. Also macht Euch selbst ein Bild.

Am Montag beginnt die Therapie für Ben um 9:30 Uhr mit Kimit. Auf Grund der geringen Anzahl von Kindern werden die Delfine durchgetauscht. Wir haben die Therapiezeit auf halb 10 setzen können, in der Hoffnung das Ben zu diesem Zeitpunkt noch mhr lernt. Den Morgens ist er immer am aufmerksamsten, obwohl er uns, wie schon geschrieben, die ganze Zeit sehr viel Freude bereitet.

Gruß

Bernd


Die 1.Woche ist rum.

30. September 2006

Schon? Ja, leider. :-( Die erste Woche verging wie im Flug. Die Eindrücke bleiben aber noch lange haften.
Hatte Ben am Monatg noch einige Startschwierigkeiten, so war er heute, Freitag 29.09.06, sehr gut drauf. Vielleicht lag es auch daran, dass er bis 10:00 Uhr geschlafen und die Sonne nicht geschienen hat.
Aber auch nur vielleicht, denn ehrlich gesagt ist Ben, seit wir hier sind, super drauf. Er bereitet uns sehr viel Freude. Wie er schon in der ersten Woche mitarbeitet hat, ist echt unglaublich.
Tina, seine Therapeutin, ist sehr zufrieden und nicht nur ihr Herz hat er gebrochen :-)
auch Mareike und Amy, die beiden Praktikantinnen sind sehr von ihm angetan. Da Mareike in ihrer letzten Woche, dann sind die 8 Wochen Praktikumszeit um, ein anderes Kind behandeln muss, war es leider ihr letzter Tag. Noch ist Ben ja nicht aus der Welt.

Hier gibt es wieder Photos.

Noch eine Bitte an Euch. Es wäre sehr nett, wenn ihr Kommentare zu den Berichten und Bildern abgeben könntet. Natürlich ist auch Kritik gewünscht. Was gefällt Euch und was soll besser weggelassen werden.

Gruß
Bernd


Der Tag mit Mama und Papa bei Duke

28. September 2006

Heute möchte ich (Micha) mal kurz von der Therpieeinheit am gestrigen Tag informieren.
Es war ein besonderes Ereignis, da nicht nur Tina mit Ben im Wasser bei Duke war, sondern auch Niki und Bernd. Für Ben war es ein tolles Erlebnis. Er reagierte besonders stark auf die Ansprache seiner Eltern. Seinen Kopf hob er oftmals von alleine und erhoffte sich eine Belohnung von Duke, die dann auch prompt kam – es gab einen Kuss für Ben, Mama und Papa.
Des Weiteren sprang der Delfin durch einen Ring, der von Ben und Mama gehalten worden ist. Duke merkte schnell, dass der Papa ein wenig ängstlich reagierte (er konnte nicht erkennen, was unter seinen Füssen passierte :-) ). Dies Verhalten ermunterte Duke den Papa ein wenig zu ärgern und nass zu spritzen.
Es ist jeden Tag toll miterleben zu dürfen wie Ben sich auf die Begenung mit seinem Delfin Duke, der Therapeutin Tina und den Praktikantinnen Mareike und Amy freut und sich jeden Tag neue positive Reaktionen zu erkennen sind.
Ben genießt jeden Tag und jede Minute und ich kann ihn sehr gut verstehen. Am Dienstag durfte ich zwei Delfine kennenlernen – Leo und Niki. Ich durfte sie berühren und mit ihnen spielen. Begleitet wurde dies von einer Delfintrainerin. Es kommen in solchen Situationen viele positive Faktoren zusammen, die für Ben hilfreich und ünterstützend für seine Entwicklung sind. Es gibt zu einem die Wärme des Wassers, die bei Ben für Entspannung sorgt, dann die Berührungen des Delfins (warme und weiche Haut), die Ben taktile Reize vermittelt, sowie die motivierende Therapeutin Tina, die so klasse mit Ben umgeht, und sich somit schon eine gute Beziehung zwischen den beiden entwickelt hat.
Vor allem die Sonne ist weltklasse-Ben genießt das Licht und die Wärme.
Aktuelle Photos gibt es hier.

Viele Grüße
Micha