Ein kurzes Fazit von Niki

20. Oktober 2006

Zum Abschluss unserer Therapie moechte ich auch noch ein Woertchen schreiben:

Es waren sehr schoene 4 Wochen mit Micha, Speed, Nina, Benchen und Bernd. Wir haben sehr viel Spass gehabt und dabei sehr viel erlebt. Es war schoen Ben bei den Delfinen zu beobachten und zu sehen, dass er Fortschritte gemacht hat.Kein Vergleich zur Therapie von vor 2 Jahren.

Wir haben hier viele nette Familien kennengelernt, die genauso traurig sind, dass DHT leider am Ende des Montas schliessen muss.  Ich hoffe das sich doch noch ein Millionaer oder Scheich finden laesst, der dieses Therapiezentrum fuer knapp 13 Millionen Dollar uebernehmen und fortfuehren moechte.

Eine ausfuerhliche Zussamenfassung ueberlasse ich meinem Mann.

Vielen Dank an Alle, die uns diese Therapie durch ihre Spenden ermoeglicht haben.

Bis dahin

Niki, eine glueckliche Mutter


Es war eine schoene Zeit

19. Oktober 2006

So, nun von mir ( Nina ) ein kleines Wort zum Abschied.

Ich kann es nicht richtig in Worte fassen, was mir hier ermoeglicht wurde. Es ist eine Lebenserfahrung, die ich nicht missen moechte. Ich bin dankbar dafuer, Bernd, Niki, Micha, Speed und in erster Linie Ben, richtig kennenlernen zu duerfen. Ich passe jetzt seit ca. 2 Jahren ab und an auf Ben auf. Ich hole ihn ab, gehe mit ihm Spazieren etc. In diesen fast 3 Wochen, die ich in Florida war, habe ich Ben erst richtig kennen gelernt. Man verbringt viel Zeit miteinander und erlebt den kompletten Tagesablauf. Ich konnte mir hilfreiche Tipps aneignen, die ich in der weiteren Betreuung von Ben umsetzen kann. Dafuer danke ich Bens Eltern und auch Micha und Speed, die den Kleinen schon laenger kennen.

Ich konnte sehr gut beobachten, wie Ben sich hier entwickelt hat. Durch diese 3 Wochen Therapie und „Zusammenleben“ mit ihm, bin ich ihm viel naeher gekommen. Ben zeigte in der letzten Woche riesige Fortschritte. Es ist einfach wunderschoen mit Ben lachen zu koennen. Im Wasser, mit Duke oder Kimbit, stand das Lachen und Lautieren fuer Ben an erster Stelle. Es ist unbeschreiblich, wie oft er auf Fragen „geantwortet“ hat, in seiner Weise es zu tun. Ben hob immer wieder seinen Kopf an und ruehrte alle mit seinem bezaubernden Laecheln fast zu Traenen. Er wirkte so ausgeglichen und froehlich.

Ben hat uns allen auf seine Art und Weise gezeigt, wie er mit uns kommuniziert. Ein Laecheln gleich ein „Ja“. So habe ich es persoenlich empfunden. Und er laechelte staendig. Sein Lieblingslied“ Ueber Wasser unter Wasser schwimmt ein kleiner Delfin…“: Man konnte meinen, Ben singt laut mit, was er uns bestimmt auch so zeigen wollte. Nach der Therapie war Ben meist muede, aber noch lange nicht zum schlafen zu bewegen. Diese Rechnung hatten wir ohne Ben gemacht :-) “ Ich hab jetzt so gute Laune, ich geh bestimmt nicht schlafen! Jetzt will ich erst mal mit Papa und Mama in den Whirpool und mich nach einer so schoenen Session entspannen :-) !“

persoenlich erlebte ihn so wie er hier war und ist, sehr selten. Bens Kopfhaltung hat sich stark verbessert. Er reagiert auf Ansprache, kann sogar ein wenig zuordnen woher die Laute kommen.

Im Allgemeinen ist die Delfintherapie eine sehr sehr familiaere Sache. Man wird so herzlich aufgenommen und unterstuetzt. Mittwochs gab es im „Breezers“ immer ein Treffen fuer alle Familien. Auch dort war die Stimmung super. Es wurde getanzt, gesungen und gelacht. Alle Kinder waren so froehlich und ausgelassen. Man konnte sich mit anderen Familien austauschen und deren Kinder kennen lernen.

Ich kann nur sagen, weiter so. Es ist unbeschreiblich schoen zu sehen wieviel Spass Ben in den letzten drei Wochen hatte.

Und er hat gelernt und zwar viel gelernt. Ben ist nun 5 Jahre alt und ich persoenlich finde, er hat noch ein riesen Repertoire in sich, was er in der naechsten Zeit zum Ausdruck bringen wird und damit das Eis zum schmelzen bringt.

So das war es von mir. Nochmals ein riesen „DANKE SCHOEN“ an Bernd, Niki, Micha, Speed und Ben fuer diese tolle erfahrungsreiche Zeit mit euch. Ihr werdet mich so schnell nicht mehr los :-)

Mit ganz lieben und zugleich traurigen Gruessen, dass es jetzt hier vorebei ist: Nina


Ein Wort zum Abschied

12. Oktober 2006

Hallo…

ich wollte gern auch noch ein paar Worte zum Schluss los werden, da einige unserer Freunde sich schon beschweren, dass sie von mir nichts hoeren und kaum Fotos sehen.

Ich bin die Nadine, manche Leute kennen mich auch als Speed. :-) Leider habe ich keine Ausbildung zur Heilpaedagogin, deshalb kann ich mich auch nicht so gewandt ueber die Therapie von Ben ausdruecken wie Micha oder Nina. Aber ich versuche es mal in meine Worte zu fassen welche Fortschritte ich bei Ben gesehen habe.

Ich habe die Therapie vom ersten bis zum letzten Tag mit verfolgt und mir ist ganz stark aufgefallen, dass Ben von Tag zu Tag besser sein Kopf gehalten hat! Er ist nicht mehr so oft wie am Anfang entweder ganz nach hinten oder ganz nach vorne gefallen, sondern in der Mitte geblieben und das sogar fuer laengere Zeit. Ben hat es sogar in der letzten Therapiewoche geschafft, wenn er mit Tina und Duke und einem kleinen Surfbrett, das man mit den Armen nach vorn gestreckt weghaelt, eine ganze Runde zudrehen mit aufrecht gehaltenen Kopf. Ich fand es auch sehr bemerkenswert das Ben immer mehr gelacht hat und Laute von sich gegeben hat, wenn Tina mit ihm gesprochen hat oder ihm gesagt hat, was sie von ihm moechte, z. B. „moechtest Du das Duke uns ein Kuesschen gibt“, oder „moechtest Du das Amy ins Wasser kommt“ usw.

Was ich natuerlich am aller schoensten finde ist, dass man Ben jetzt zu jederzeit das Lied von den Delfinen vorsingen kann und von Ben IMMER sofort ein Laecheln kommt! Egal zu welcher Uhrzeit und ob er gerade knascht, es kommt sofort ein Lachen von ihm !!!

So, dass sind die Dinge, die mir besonders aufgefallen sind. Vielleicht ein bisschen wenig oder ich habe einfach nicht so das Auge dafuer. ;-)

Dann moechte ich gerne noch was zu unseren Urlaub sagen…

Er war richtig schoen. Ich hatte 3 richtig schoene Wochen hier mit ALLEN !!! Mir hat es sehr viel Spass gemacht, Niki morgens erstmal mit 5 Tassen Kaffee zu versorgen, damit sie wach wird; Bernd erstmal ein paar Eier zu kochen, am liebsten mittelhart, aber er hat sich zwischen durch auch mit einem Omlett zufrieden gegeben. Besonders Spass hat es gemacht mittags im Pool einen Arschbomben Contest mit ihm zu veranstallten :-) )) ; Nina von der Couch zuschmeissen. Micha einen Tee zu kochen und Ben direkt sein Lied vorzusingen. :-)

Ich DANKE euch allen und hoffe Ihr habt noch eine schoene letzte Woche.

Ben einen dicken Kuss und denk daran… ueber Wasser unter Wasser schwimmt ein kleiner Delfin…..

Bis dann sagt Nadine


Kurzes Fazit und eine therapeutische Betrachtung

12. Oktober 2006

Ein dickes Dankeschoen geht an Micha. Sie hat sich die Arbeit gemacht und die Therapie kurz und verstaendlich aus therapeutische Sicht zusammengefasst.

Waehrend der Therapie von Ben zeigen sich positive Veraenderungen in seinem Verhalten und seinen Reaktionen. Es gibt staendige Veraenderungen der Wassertemperatur, der Sonneneinstrahlung und des mehr oder weniger vorhandenden Windes. Mit diesen aeusseren Faktoren wird bei der Dolphin Human Therpie in Florida gearbeitet, einem multisensorischem Ansatz, der sehr motivierend sein kann.
Aufgrund, dass Ben eine Fruehgeburt war, und er in seinem kurzen Leben schon zwei Hirnblutungen (rechte und linke Gehirnhemisphaere), viele Operationen und Infektionen ueberstanden hat, kommt es bei Ben zu sensorischen Stoerungen. Diese Defizite sollen waehrend der Therpie verringert werden und die vorhandenden Faehigkeiten positiv gestaerkt und gefestigt werden. Wichtig hierbei ist, dass Ben Spass hat und es ihm gut ergeht, denn jede Einheit bedeutet eine Menge Anstrengung fuer ihn.
Sensorische Stoerungen sind das Ergebnis mangelhafter oder fehlender Kommunikation zwischen Gehirn und Koerper. Dies hat Auswirkungen auf viele Bereiche, z. B. Motorik, Wahrnehmung und der Reizverarbeitung.
Bei Ben wird besonders auf dem Bereich der auditiven Wahrnehmung, sowie auf allen anderen Wahrnehmungsbereichen, z. B. des orale, taktile und vestibulaere Bereich gearbeitet. Zu Beginn einer Session werden mundmotorische Uebungen durchgefuehrt, sowie die Anregung von Kau- und Schluckbewegungen mit einem Kaustab.
Im Wasser werden gezielte Bewegungen der Huefte durchgefuehrt, die auch fuer die vestibulaere Wahrnehmung sehr gut ist. Bei seinen ganzen Uebungen zeigt er sich freudig ohne aengstlich zu wirken.
Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, die Kopfhaltung zu verbessern. Hierbei wird mit der klassischen Konditionierung gearbeitet. Ben wird aufgefordert seinen Kopf zu heben, wenn er einen Kuss von Duke/Kimbit haben moechte, aber auch wenn er schwimmen oder den Delfin streicheln moechte. Kommt es zu einer Reaktion auf diesen Reiz, so erfolgt eine Belohnung durch die sinnliche Erfahrung der Delfine… Ben hebt oftmals den Kopf, um eine Belohnung zu bekommen ;-) , meistens unterlegt mit einem breiten Grinsen.
Ben ist nicht von seinen Delfinen wegzuhalten, trotz Wind, Wasser oder Sonneneinstrahlung. Es ist alles vergessen, sobald Duke/Kimbit zu ihm kommen und mit ihm spielen moechten.
Bei guter Laune ist Ben voller Aufregung, er faengt lauthals in verschiedenen Toenen an zu lautieren. Er zeigt uns ganz deutlich in welcher Gemuetsverfassung er sich gerade befindet, ein Beispiel: Ist Ben muede, so geht er oftmals in die Ganzkoerperstreckung oder es kommt zu einer Moro-Reaktion, wovon der Grund nicht erkennbar ist. Bei Freude geht er abwechselnd in Streckung und Entspannung. Tina, die Therapeutin sagt immer zu ihm, dass er bei der naechsten WM in Suedafrika Michael Ballack abloesen wird, so sehr ist er am „kicken“.
Nach den Therpieeinheiten ist zu erkennen, wie Ben das erlebte verarbeitet. Es kommt oft zu positiven Reaktionen, wie lachen, froehliches quietschen, lautieren, sowie erhoehter Bewegungsdrang.
Ben geht es mit seinen Delfinen, den Therapeuten, den Praktikanten und allen anderen sehr gut. Er hat viel Spass und genau das zeigt Ben in seinem Verhalten.
Ein DANKE von Ben fuer Mama und Papa

Lieben Gruss

Micha