Dieser Blog beschreibt den Aufenthalt von Ben während seiner Delfinetherapie in Key Largo, Florida, USA bei Dolphin Human Therapy. Durch das Bloggen habe ich die Möglichkeit meine Gedanken und die Entwicklungen von Ben sofort den interessierten Menschen mitzuteilen. Man braucht jetzt nicht mehr bis zum Ende der Therapie warten und hoffen das die Berichte relativ schnell auf die Webseite gestellt werden. Also, viel Spass beim Lesen.
Zum Abschluss unserer Therapie moechte ich auch noch ein Woertchen schreiben:
Es waren sehr schoene 4 Wochen mit Micha, Speed, Nina, Benchen und Bernd. Wir haben sehr viel Spass gehabt und dabei sehr viel erlebt. Es war schoen Ben bei den Delfinen zu beobachten und zu sehen, dass er Fortschritte gemacht hat.Kein Vergleich zur Therapie von vor 2 Jahren.
Wir haben hier viele nette Familien kennengelernt, die genauso traurig sind, dass DHT leider am Ende des Montas schliessen muss. Ich hoffe das sich doch noch ein Millionaer oder Scheich finden laesst, der dieses Therapiezentrum fuer knapp 13 Millionen Dollar uebernehmen und fortfuehren moechte.
Eine ausfuerhliche Zussamenfassung ueberlasse ich meinem Mann.
Vielen Dank an Alle, die uns diese Therapie durch ihre Spenden ermoeglicht haben.
Jetski sind wir am Samstag gefahren. Es war das erste Mal für mich, aber nicht das letzte Mal. Photos gibt es zwar, aber die sind uninteressant, da ich nur auf dem JetSki sitze…..
Key West war am Sonntag. Geil, sorry, aber die Stadt ist einfach nur schön. Ich spreche von der „Altstadt“, die Vorstadt, oder wie man das nennen soll, ist eigentlich wie jede andere. Große Supermärkte, Fast Food Ketten, Tankstellen usw. reihen sich aneinander. In der eigentlichen Innenstadt aber, fühlt man sich zurück versetzt ins 18. Jhr. Die alten Häuser, einfach wunderbar. Die Bilder aus KEy West sind daher schon interessanter.
Und dann war mal wieder unser Hobby angesagt. Am Dienstag haben wir unsere letzten beiden Tauchgänge absolviert. Zur Einstimmung hier mal ein kleines Video:
Wir waren am Wrack der City of Washington tauchen. Als wir runter gegangen sind, erwarteten uns schon ein paar harmlose Ammenhaie. War das ein Erlebnis. Das Wrack an sich ist für 200 Jahre noch gut erhalten. Viel Fisch tümmelt sich in den Resten des Wracks, wie man hoffentlich an den Bildern erkennen kann.
Beim 2. TG sind wir dann ein Stückchen weiter gefahren, aber am selber Riff geblieben. Das Elbow Reef ist das Größte vor Florida und hat sehr viele Ankerstellen. Daher liegt hier nicht nur das Wrack der City of Washington, sondern noch 2 weitere Unbekannte. Der 2 TG war genauso klasse wie der erste. Zwar haben wir keine Haie gesehen, aber eine sehr alte, große Schildkröte. Mein Gott, woher weiß der das die so alt war? Weil die Schildkröte auf ihrem Panzer schon Korallen angesetzt hatte. Ich hoffe man kann das auf den Bildern erkennen. Der Kopf von der war größer als von uns Menschen. Unglaublich, wie leicht dieses schwere Tier durchs Wasser gleiten konnte. Wir hatten aber vorher noch das Glück, dieser Schildkröte länger beim Öffnen einer Muschel zu zusehen. Sie ließ sich von der Anwesenheit der Taucher nicht stören.
Eine kleine Anekdote vom 1 TG noch: Unsere Kamer ist silbrig glänzend…..und das stört ab und an einen Baracuda, weil dieser denkt das wäre Happa Happa. Ich will jetzt nicht schreiben dass mir das beinahe zum Verhängnis geworden wäre, aber……lt Niki hat dieser mich beobachtet und kam dann auf mich zugeschwommen, mit geöffnetem Maul natürlich, um kurz vorher, ca. 10 cm , zum Stehen zu kommen. Mitlerweile habe ich das natürlich bemerkt und konnte seine spitzen Zähne zählen……man, die Viecher sehen schon gefährlich aus- Daraufhin habe ich meine Kamera versteckt. Aber er wollte nicht abhauen……das erste was einem einfällt sind ja diese Horrorfilme aus Amiland; Gefrässige Baracudas richten Erwachsenen zugrunde, oder so ..nunja, alles halb so wild, aber trotzdem spannend
So, und dann waren wir heute bei IDC. Dies ist eine andere Organisation die eine Therapie mit Delfinen durchführt. Da „unsere“ Organisation (DHT) ja am 27.Oct. zu macht, haben wir uns mal anderweitig umgesehen. Nunja, IDC geht einen ganz anderen Weg. Ob dies der richtige Weg für Ben ist wissen wir nicht……bisher stehen wir dem aber nicht so positiv gegenüber. Der Ansatz bei IDC ist ein ganz anderer. Man beginnt die Session entweder im Klassenraum, wo dann z. B. gemalt oder gebacken wird (wie im Kindergarten also), und geht dann für 20 Min. mit den Delfinen ins Wasser, oder halt umgekehrt. Dort werden zwar die gleichen Übungen mit den Delfinen durchgeführt (Händeschüttel, streicheln usw), aber es wird keine Therapie angewandt. Das Schwimmen findet daher immer statt, aber die Kinder brauchen dafür nichts zu tun. Bei DHT ist der Ansatz ja eher die Belohnung: Du machst das und darfst daher mit dem Delfin schwimmen. Wir denken, das der Ansatz bei IDC für Ben nicht der Richtige ist. Die Kosten sind zwar um einiges geringer (man spart ca. 4000 US $ bei einer 3 Wochen Therapie), aber Kindergarten, um es mal böse auszudrücken, habe ich auch in Deutschland. Bitte nicht falsch verstehen. Für andere Kinder ist das sicherlich ok, aber wir sind nicht davon überzeugt, dass das für Ben etws ist. Zumindestens jetzt noch nicht.
Das war die letzte Woche in einer Kurzfassung Ich melde mich nochmal, wenn wir wieder in Deutschland sind.
So, nun von mir ( Nina ) ein kleines Wort zum Abschied.
Ich kann es nicht richtig in Worte fassen, was mir hier ermoeglicht wurde. Es ist eine Lebenserfahrung, die ich nicht missen moechte. Ich bin dankbar dafuer, Bernd, Niki, Micha, Speed und in erster Linie Ben, richtig kennenlernen zu duerfen. Ich passe jetzt seit ca. 2 Jahren ab und an auf Ben auf. Ich hole ihn ab, gehe mit ihm Spazieren etc. In diesen fast 3 Wochen, die ich in Florida war, habe ich Ben erst richtig kennen gelernt. Man verbringt viel Zeit miteinander und erlebt den kompletten Tagesablauf. Ich konnte mir hilfreiche Tipps aneignen, die ich in der weiteren Betreuung von Ben umsetzen kann. Dafuer danke ich Bens Eltern und auch Micha und Speed, die den Kleinen schon laenger kennen.
Ich konnte sehr gut beobachten, wie Ben sich hier entwickelt hat. Durch diese 3 Wochen Therapie und „Zusammenleben“ mit ihm, bin ich ihm viel naeher gekommen. Ben zeigte in der letzten Woche riesige Fortschritte. Es ist einfach wunderschoen mit Ben lachen zu koennen. Im Wasser, mit Duke oder Kimbit, stand das Lachen und Lautieren fuer Ben an erster Stelle. Es ist unbeschreiblich, wie oft er auf Fragen „geantwortet“ hat, in seiner Weise es zu tun. Ben hob immer wieder seinen Kopf an und ruehrte alle mit seinem bezaubernden Laecheln fast zu Traenen. Er wirkte so ausgeglichen und froehlich.
Ben hat uns allen auf seine Art und Weise gezeigt, wie er mit uns kommuniziert. Ein Laecheln gleich ein „Ja“. So habe ich es persoenlich empfunden. Und er laechelte staendig. Sein Lieblingslied“ Ueber Wasser unter Wasser schwimmt ein kleiner Delfin…“: Man konnte meinen, Ben singt laut mit, was er uns bestimmt auch so zeigen wollte. Nach der Therapie war Ben meist muede, aber noch lange nicht zum schlafen zu bewegen. Diese Rechnung hatten wir ohne Ben gemacht “ Ich hab jetzt so gute Laune, ich geh bestimmt nicht schlafen! Jetzt will ich erst mal mit Papa und Mama in den Whirpool und mich nach einer so schoenen Session entspannen !“
persoenlich erlebte ihn so wie er hier war und ist, sehr selten. Bens Kopfhaltung hat sich stark verbessert. Er reagiert auf Ansprache, kann sogar ein wenig zuordnen woher die Laute kommen.
Im Allgemeinen ist die Delfintherapie eine sehr sehr familiaere Sache. Man wird so herzlich aufgenommen und unterstuetzt. Mittwochs gab es im „Breezers“ immer ein Treffen fuer alle Familien. Auch dort war die Stimmung super. Es wurde getanzt, gesungen und gelacht. Alle Kinder waren so froehlich und ausgelassen. Man konnte sich mit anderen Familien austauschen und deren Kinder kennen lernen.
Ich kann nur sagen, weiter so. Es ist unbeschreiblich schoen zu sehen wieviel Spass Ben in den letzten drei Wochen hatte.
Und er hat gelernt und zwar viel gelernt. Ben ist nun 5 Jahre alt und ich persoenlich finde, er hat noch ein riesen Repertoire in sich, was er in der naechsten Zeit zum Ausdruck bringen wird und damit das Eis zum schmelzen bringt.
So das war es von mir. Nochmals ein riesen „DANKE SCHOEN“ an Bernd, Niki, Micha, Speed und Ben fuer diese tolle erfahrungsreiche Zeit mit euch. Ihr werdet mich so schnell nicht mehr los
Mit ganz lieben und zugleich traurigen Gruessen, dass es jetzt hier vorebei ist: Nina
und das schon seit 4 Tagen. Normalerweise fällt es mir einfacher eine Zusammenfassung der Ereignisse zu schreiben. Doch diesmal ist es nicht ganz so einfach, denn Ben hat es uns allen nicht sehr leicht gemacht. Aber alles der Reihe nach.
Von Donnerstag auf Freitag haben wir alle erst einmal eine rauschende Poolparty zu Ehren von Micha und Speed gefeiert. Herzlichen Dank für Eure tolle Unterstützung, natürlich nicht nur bei der Poolparty, sondern in erster Linie für die Pflege unseres kleinen Stumpen Danke!
Nachdem die Party ein wenig länger dauerte, kamen wir relativ schwer aus den Betten. Aber Ben wäre nicht Ben, wenn er uns nicht pünktlich aus, zu diesem Zeitpunkt, schönstem Ort der Erde rausgeschmissen hätte. Wir also mit dicken Rändern unter den Augen zur Therapie. Um es vorweg zu nehmen: Den Montag dieser Woche, siehe hier, hat er vergessen lassen. Das was Ben an seinem letzten Tag gezeigt hat, ist unübertroffen.
Die ganzen Tage zuvor haben wir Ben noch nie so erlebt wie an seinem letzten Tag. Ich kann es auch irgendwie gar nicht beschreiben. Er war so glücklich, hatte Spass ohne Ende, hat mitgearbeitet und hat allen so viel Freude bereitet, Er hat auf Fragen und Ansprachen mit verschiedenen Lauten geantwortet…..unglaublich…..über 40 Min lang verbreitete er eine Freude die nicht zu beschreiben ist. Wie sagt man so schön. Bilder beschreiben mehr als Worte, daher schaut Euch die letzten Therapiebilder an.
Diese letzte Therapiestunde machte uns ziemlich zu schaffen. Der Gedanke das Ben jetzt, wo er doch gerade so sehr gut mitarbeitet und mächtig viel Spass hat, aufhören muss und die Tatsache das bis zum jetzigen Zeitpunkt die Tore bei DHT am 27. Oktober für immer geschlosen werden, ließen so machen von uns das Wasser in die Augen schießen. Nunja, der Abschied war tränenreich und alle waren traurig das es nun zu Ende ist.
Nachdem wir dann wieder in Key Largo waren, wir hatten zuvor Micha und Nadine nach Miami begleitet, wurde es uns so richtig bewusst das alles vorbei ist. Unser erster Gedanke war: Wir müssen Ben nochmal ein oder zwei Stunden Therapie gönnen. Er hatte soviel Spass, das darf nicht zu Ende sein……………Aber wie das so ist, gibtes keine freien Stunden mehr bei DHT. Die letzten 3 Wochen sind komplett ausgebucht. OK, dann beginnt jetzt eine Woche richtiger Urlaub. Keinen Wecker stellen, keinen Verpflichtungen nachgehen usw.
Das vergangene Wochenende und die letzten Tage werde ich natürlich auch noch kurz kommentieren. Bis dahin
Bernd
P.S. Die Bilder des Super-Freitags sind ja schon etwas länger online
ich wollte gern auch noch ein paar Worte zum Schluss los werden, da einige unserer Freunde sich schon beschweren, dass sie von mir nichts hoeren und kaum Fotos sehen.
Ich bin die Nadine, manche Leute kennen mich auch als Speed. Leider habe ich keine Ausbildung zur Heilpaedagogin, deshalb kann ich mich auch nicht so gewandt ueber die Therapie von Ben ausdruecken wie Micha oder Nina. Aber ich versuche es mal in meine Worte zu fassen welche Fortschritte ich bei Ben gesehen habe.
Ich habe die Therapie vom ersten bis zum letzten Tag mit verfolgt und mir ist ganz stark aufgefallen, dass Ben von Tag zu Tag besser sein Kopf gehalten hat! Er ist nicht mehr so oft wie am Anfang entweder ganz nach hinten oder ganz nach vorne gefallen, sondern in der Mitte geblieben und das sogar fuer laengere Zeit. Ben hat es sogar in der letzten Therapiewoche geschafft, wenn er mit Tina und Duke und einem kleinen Surfbrett, das man mit den Armen nach vorn gestreckt weghaelt, eine ganze Runde zudrehen mit aufrecht gehaltenen Kopf. Ich fand es auch sehr bemerkenswert das Ben immer mehr gelacht hat und Laute von sich gegeben hat, wenn Tina mit ihm gesprochen hat oder ihm gesagt hat, was sie von ihm moechte, z. B. „moechtest Du das Duke uns ein Kuesschen gibt“, oder „moechtest Du das Amy ins Wasser kommt“ usw.
Was ich natuerlich am aller schoensten finde ist, dass man Ben jetzt zu jederzeit das Lied von den Delfinen vorsingen kann und von Ben IMMER sofort ein Laecheln kommt! Egal zu welcher Uhrzeit und ob er gerade knascht, es kommt sofort ein Lachen von ihm !!!
So, dass sind die Dinge, die mir besonders aufgefallen sind. Vielleicht ein bisschen wenig oder ich habe einfach nicht so das Auge dafuer.
Dann moechte ich gerne noch was zu unseren Urlaub sagen…
Er war richtig schoen. Ich hatte 3 richtig schoene Wochen hier mit ALLEN !!! Mir hat es sehr viel Spass gemacht, Niki morgens erstmal mit 5 Tassen Kaffee zu versorgen, damit sie wach wird; Bernd erstmal ein paar Eier zu kochen, am liebsten mittelhart, aber er hat sich zwischen durch auch mit einem Omlett zufrieden gegeben. Besonders Spass hat es gemacht mittags im Pool einen Arschbomben Contest mit ihm zu veranstallten )) ; Nina von der Couch zuschmeissen. Micha einen Tee zu kochen und Ben direkt sein Lied vorzusingen.
Ich DANKE euch allen und hoffe Ihr habt noch eine schoene letzte Woche.
Ben einen dicken Kuss und denk daran… ueber Wasser unter Wasser schwimmt ein kleiner Delfin…..
das ist hier nicht wirklich die Frage. Das eine ist die für Amerika typische Abkürzung.
Aber was ich eigentlich damit sagen wollte: Wir haben einen Night Dive unternommen.
Um 18:30 Uhr ging es los, aber diesmal mit Ocean Divers anstatt wie immer mit Silent World . Unser Ziel hieß am gestrigen Mittwoch Abend Molasses Reef. Wir freuten uns auf einen etwa einstündigen Tauchgang mit unserer Tauchlehrerin Kim, jedoch wurde aus diesem 1-stündigen Aufenthalt unter Wasser nichts, weil Ocean Divers mit Stahlflaschen taucht. Diese darf man nicht mit mehr als 2500 psi oder etwa 170 bar befüllen. Naja, egal aber auch die kommenden 45 Min hatten es in sich.
Kim meinte zu uns wir sollten auf Kraken acht geben, weilsie selber auch noch keine gesehen hat. Um es vorweg zu nehmen, auch diesmal bekam Kim keinen Octopussy zu sehen.
Als es noch hell war, stiegen wir ins Wasser. Keine 10 Min später war es so, als ob einer das Licht draussen ausgemacht hat. Stockfinster und etwas unheimlich bis man sich daran gewöhnt hatte. Die Unterwasserwelt ist nachts wie ausgewechselt. Fische die tagsüber fröhlich umherschwimmten, schliefen jetzt zwischen Felsvorsprüngen und Tiere die du tagsüber nicht, oder nur sehr schwer zu gesicht bekommst waren plötzlich ohne große Problem zu finden.
Nach einigen Minuten die erste große Entdeckung. Eine grüne Moräne. Boah ist die groß, war mein erster Gedanke, wie eine Anaconda. Unglaublich, solch eine risen Kopf.
Nach dem ersten Schock ging es weiter an vielen Hummern vorbei, man, was knurrte mir der Magen . Dann der nächste Aufreger: Ich leuchtete so mit meiner Lampe durch das Dunkel und erschrak was ich dort sah. Einriesen großer Nassau Zackenbarsch. Selbst Kim hatte ein so großes Tier dieser Gattung noch nie vorher gesehen. Später schätzte sie das Tier auf ca. 400 pound.
Nach ca. 45 Min begann ich mit dem Aufstieg, der aber abprubt auf der Hälfte enden sollte. Sah ich doch in meinen Augenwinkel irgendetwas helles, grosse langsam an mir vorbei schwimen. Geil, dachte ich nur noch. Sowaserlebst du nur einmal. Nein, es war kein Hai. Es waren 2 riesengroße Schildkröten. Sie drehten mehrer Kreise um unsere kleine Gruppe. Mehrfach kamensie uns so nah, dass man sie hätte berühren können…..unglaublich, einfach unbeschreibbar. So groß und doch so graziel durchs Wasse schwebend……
So, jetzt aber schnell an die Wasseroberfläche. Aber was war das? Alles schimmerte so silbrig glänzend? NEIN! Ach du ******, sollst du die lAmpe jetzt weiter benutzen und diese, ich weiß nicht wieviele 100 Baracudas anscheinen um den Weg nach oben zu finden? Unglaublich. Die ganze Oberfläche war voller großer Baracudas. Nunja, nützt ja nichts. Aufgetaucht und ab aufs Boot.
Wir sofort auf das oberste Deck und als wir dann hinunter sahen verschlug alle, aber auch wirklcih allen, die Sprache. Das ganze Boot stand mitten in einem Schwarm riesiger Baracudas. Links, rechts, vorne. hinten, überallchimmertes es kurz unter der Wasseroberfläche….selbst die Scheinwerfer konnten das ganze Spektakel ausleuchten.
Nach soveil Aufregung ging es dann wieder ab aufs Festkand. Dort noch schnell im Sharkeys 2 Bierchen getrunken und dann ab nach Hause.
Ein dickes Dankeschoen geht an Micha. Sie hat sich die Arbeit gemacht und die Therapie kurz und verstaendlich aus therapeutische Sicht zusammengefasst.
Waehrend der Therapie von Ben zeigen sich positive Veraenderungen in seinem Verhalten und seinen Reaktionen. Es gibt staendige Veraenderungen der Wassertemperatur, der Sonneneinstrahlung und des mehr oder weniger vorhandenden Windes. Mit diesen aeusseren Faktoren wird bei der Dolphin Human Therpie in Florida gearbeitet, einem multisensorischem Ansatz, der sehr motivierend sein kann.
Aufgrund, dass Ben eine Fruehgeburt war, und er in seinem kurzen Leben schon zwei Hirnblutungen (rechte und linke Gehirnhemisphaere), viele Operationen und Infektionen ueberstanden hat, kommt es bei Ben zu sensorischen Stoerungen. Diese Defizite sollen waehrend der Therpie verringert werden und die vorhandenden Faehigkeiten positiv gestaerkt und gefestigt werden. Wichtig hierbei ist, dass Ben Spass hat und es ihm gut ergeht, denn jede Einheit bedeutet eine Menge Anstrengung fuer ihn.
Sensorische Stoerungen sind das Ergebnis mangelhafter oder fehlender Kommunikation zwischen Gehirn und Koerper. Dies hat Auswirkungen auf viele Bereiche, z. B. Motorik, Wahrnehmung und der Reizverarbeitung.
Bei Ben wird besonders auf dem Bereich der auditiven Wahrnehmung, sowie auf allen anderen Wahrnehmungsbereichen, z. B. des orale, taktile und vestibulaere Bereich gearbeitet. Zu Beginn einer Session werden mundmotorische Uebungen durchgefuehrt, sowie die Anregung von Kau- und Schluckbewegungen mit einem Kaustab.
Im Wasser werden gezielte Bewegungen der Huefte durchgefuehrt, die auch fuer die vestibulaere Wahrnehmung sehr gut ist. Bei seinen ganzen Uebungen zeigt er sich freudig ohne aengstlich zu wirken.
Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, die Kopfhaltung zu verbessern. Hierbei wird mit der klassischen Konditionierung gearbeitet. Ben wird aufgefordert seinen Kopf zu heben, wenn er einen Kuss von Duke/Kimbit haben moechte, aber auch wenn er schwimmen oder den Delfin streicheln moechte. Kommt es zu einer Reaktion auf diesen Reiz, so erfolgt eine Belohnung durch die sinnliche Erfahrung der Delfine… Ben hebt oftmals den Kopf, um eine Belohnung zu bekommen , meistens unterlegt mit einem breiten Grinsen.
Ben ist nicht von seinen Delfinen wegzuhalten, trotz Wind, Wasser oder Sonneneinstrahlung. Es ist alles vergessen, sobald Duke/Kimbit zu ihm kommen und mit ihm spielen moechten.
Bei guter Laune ist Ben voller Aufregung, er faengt lauthals in verschiedenen Toenen an zu lautieren. Er zeigt uns ganz deutlich in welcher Gemuetsverfassung er sich gerade befindet, ein Beispiel: Ist Ben muede, so geht er oftmals in die Ganzkoerperstreckung oder es kommt zu einer Moro-Reaktion, wovon der Grund nicht erkennbar ist. Bei Freude geht er abwechselnd in Streckung und Entspannung. Tina, die Therapeutin sagt immer zu ihm, dass er bei der naechsten WM in Suedafrika Michael Ballack abloesen wird, so sehr ist er am „kicken“.
Nach den Therpieeinheiten ist zu erkennen, wie Ben das erlebte verarbeitet. Es kommt oft zu positiven Reaktionen, wie lachen, froehliches quietschen, lautieren, sowie erhoehter Bewegungsdrang.
Ben geht es mit seinen Delfinen, den Therapeuten, den Praktikanten und allen anderen sehr gut. Er hat viel Spass und genau das zeigt Ben in seinem Verhalten.
Ein DANKE von Ben fuer Mama und Papa
Heute möchte ich (Nina) mal kurz von der Therpieeinheit am heutigen Montag informieren.
Ben hatte heute seine elfte Therapiestunde. Der Morgen fing fuer Ben sehr schoen an. Er schlief so fest das er geweckt werden musste. Nach einer kleinen Aufwachphase und gutem Fruehstueck ging es mit Michaela und mir los zur Therapiestunde. Bernd, Niki und Nadine hatten heute morgen einen Tauchgang.
Dort angekommen, stellte sich schon frueh heraus, dass Ben ausserordentlich gute Laune hatte. Er lachte ohne Unterbrechung schon beim Singkreis. Heute waren sehr viele Kinder da, alle Plattformen waren besetzt. Vielleicht freute sich Ben so sehr, weil er heute seine Therapiestunde wieder bei Duke hatte, wie in der ersten Woche. Nach einer kurzen Eingewoehnung an das Wasser, ging es auch schon rein zu Duke. Auch Duke schien sichtlich erfreut ueber Ben zu sein, denn er begruesste ihn erst mal mit einem kleinen Flossenschlag. Ben war sehr aufgeweckt und laechelte nur. Auch kommunizierte er sehr viel mit Tina. Am meisten jedoch, so koennte man meinen, kommuniziert er mit Duke, weil er sich sehr oft in seine Richtung drehte. Die zwei sind halt ein eingespieltes Team . Duke wollte heute am liebsten die ganze Zeit mit Ben spielen. Er kam zu Melissa und wartete auf ihr Zeichen, jedoch dauerte ihm dies zu lange . Duke holte sich selbstaendig den grossen Reifen ins Wasser um mit Ben zu spielen. Ben laechelte natuerlich und gab sehr froehliche Laute von sich. Nach einer kleinen Runde durchs Wasser mit Duke und Tina, spielten Duke und Ben mit dem Ball. Ben hielt auf Aufforderung sowie auch selbstaendig sehr oft den Kopf hoch. Es kam auch allen so vor, als wuerde Ben die Fragen verstehen und antwortete immer stets auf seine Weise. “ Soll Amy mit ins Wasser? “ Bens Antwort nach sofortigem Kopf heben, war ein breites Grinsen mit sehr froehlichen Lauten. Als Ben Duke den Ball geben sollte, spritzte Ben Duke nass. Dafuer musste dann Michaela ans Wasser kommen und Duke durfte sich an Michaela raechen, indem er sie nass spritzte Dies erfreute Ben natuerlich. Danach durfte Ben Duke kuessen, wobei er herzhaft lachte und sich richtig wohlfuehlte. Zum Ende hin gab es wieder ein Abschlussspringen. Alles in allem, war diese Therapiestunde eine gelungene Stunde. Tina und auch die anderen waren der Meinung, das dies die beste Stunde insgesamt gewesen ist. Ben freut sich darauf Mama und Papa berichten zu duerfen, wie schoen er mitgearbeitet hat. Wir hoffen natuerlich das es den Rest der letzten Therapiewoche genauso gut klappt.
Die Überschrift sagt schon alles. Wochenende! Ein (v) tolles Programm lag vor uns. Der Freitag begann schon sehr sehr früh. Zumindestens für Ben und seine Eltern Fast alle 2 Stunden wurde Ben in der Nacht zu Freitag wach und musste irgendwie um- und versorgt werden. Als es dann aber Richtung Therapie ging, war er kaum wach zubekommen. Super, das soll ja eine Session geben. Aber wieder einmal sollte wir uns in Ben getäuscht haben. Es war eine sehr gute Therapiestunde. Wie sagt man im Sport: Er knüpfte nahtlos an seine Leistung in den vergangenen Wochen, hier eher Tage, an.
Den Freitag haben wir relativ gemütlich ausklingen lassen. Erst nach der Therapie am Pool relaxt um dann nachmittags die Begründerin von Dolphin Aid kennen zu lernen. Ich schreibe jetzt mal nichts dazu.
Am Samstag bin ich dann mit Nadine, sie macht hier den OWD, tauchen gegangen. Es war mal wieder herrlich. Diesmal haben wir 2 richtig große Nassau-Zackenbarsche, eine Krebs und einen Hummer gesehen. Die ganzen anderen Fische, unter anderem auch wieder Baracudas, erwähne ich hier nicht. Auch der Samstag wurde relativ gelassen beendet, nämlich mit einem Besuch im Snooks. Die ist das Restaurant der Freundin unseres Vermieters. Dort gibt es preisgekrönte Fischgerichte.
Der Sonntag stand im Zeichen von Sightseeing in Miami: Art Deco District, Miami Beach und Ocean Drive. Hört sich einfach an, ist es aber so ganz und gar nicht. Ganz Miami, zumindestnes das was wir davongesehen haben, ist eine Baustelle. Wir hatten das Gefühl als ob die Stadt neu struckturiert wird. Neue Hochhäuser, Renovierung der Strassen und Brücken, einfach alles schien irgendwie zur Baustelle geworden sein. Und so dauertes es gefühlte 4 Std und mehrmals im Kreis fahren bis wir endlich den Art District gefunden hatten. Achja, vorher waren wir noch auf Key Biscayne, aber eher zufällig, weil mein Navigationsgerät Nikola die falsche Anweisung gegeben hat
Nunja, was soll man zu diesen „Sehenswürdigkeiten“ sagen. Der Art Deco District, wir haben nicht alles gesehen weil wir per Fuss unterwegs waren, ist eine ganz nette Ansammlung von alten, sehr schön renovierten Häusern. Teils sind dort Clubs angesiedelt, teils auch Hotels und Restaurants. Mein (Bernd´s) Fazit: Ich bleibe ein Landei. Mir war das dort alles ein wenig zu hektisch und zu laut. Aus jeder Ecke schallte Musik und die Prolls, ok, einige schöne Autos und Motorräder waren dabei, taten ihr übriges: Laute R´n´B Musik, oder war es Rap? Keine Ahnung, nicht mein Ding.
Dre Ocean Drive ist die Flaniermeile und grenzt unmittelbar an den Deco District an. (Das war die Strasse mit den vielen Prolls)
Und Miami Beach? Nunja, zumindestens der Sand ist in Renesse feiner. Aber das Wasser hatte schon was: warm, türkisblau und sehr ruhig. Die Sonne schien und eine feine Briese umschweifte unsere, von der Sonne gebräunte oder gerötete Haut…ohhh, ich schweife ab.
Alles in allem macht der Flair der Metroploe Miami dies alles zu einem MUSS! Wer mal dort ist, darf gar nicht wieder abreisen ohne es mal gesehen zu haben. Nehmt euch aber viel zeit mit, denn die Baustellen werden bestimm nicht so schnell verschwinden.